TGKK 2010: Trotz Kostendämpfungsprogramm keine Qualitätseinbußen bei Leistungen für die Versicherten
Medienmitteilung der Tiroler Gebietskrankenkasse
„Der politische Auftrag lautet, € 197 Mio. einzusparen. Wir müssen diesen Auftrag umsetzen, ansonsten drohen Sanktionen. Wir sparen nicht beim Patienten. Es gibt zwar keine neuen Leistungen, dafür aber auch keine Erhöhung der Selbstbehalte. Insgesamt geht es darum, die jährlichen Kostensteigerungen zu bremsen“, betont Huber: „Konkret drücken wir die Ausgabensteigerungen von 5,5 % auf 3,8 %. Es bleibt also nicht weniger, sondern immer noch ein Plus übrig.“
Aufgrund dieser Vorgaben wurden Huber zufolge in Tirol die Hebel für die Einsparungen bei den Vertragspartnern und den Verwaltungskosten angesetzt. Die wesentlichen Bereiche dabei sind die Medikamente und die Honorare für die ärztlichen Leistungen. Weiters laufen mit der Wirtschaftskammer Gespräche über die Tarife für Röntgeninstitute, mit den Physiotherapeuten und mit den Unternehmen für Krankentransporte.
Wenn die Umsetzung dieser Kostendämpfungspotenziale im Jahr 2010 gelingt, dann bekommt
die TGKK laut Öhler aus dem mit € 100 Mio. dotierten Kassenstrukturfonds einen Betrag von
€ 8,3 Mio., sodass ein ausgeglichenes Budget für 2010 möglich wäre.
Ob die vorgegebenen Budgetziele 2010 aber auch erreicht werden können, hängt, wie Huber betont, vor allem vom Verhandlungserfolg des Hauptverbandes mit den Vertragspartnern und vom Ergebnis der Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens durch das Land zusammen.
Eine Nichterreichung der Ziele würde die TGKK gleich doppelt treffen: Einerseits durch die Budgetüberschreitungen und andererseits durch die Reduktion bzw. den Ausfall der Zahlungen
aus dem Kassenstrukturfonds.
Angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftslage – die sich ja direkt auf die Beiträge auswirkt – haben Huber und Öhler große Sorge, ob das mittelfristige Sparziel bis 2013 erreicht werden kann.

