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Krankengeld

Stethoskop und Geld

Das Krankengeld soll den Verdienstentgang (teilweise) ersetzen, der durch eine Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit (Krankenstand) entstanden ist.

Krankengeld erhält demnach nur, wer eine Krankengeld auslösende Versicherung hat. Das sind unter anderem Lehrlinge und Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer, aber auch Empfängerinnen/Empfänger einer Geldleistung aus der Arbeitslosenversicherung.

Zur Berechnung des Krankengeldes benötigt die Tiroler Gebietskrankenkasse eine vom Dienstgeber ausgefüllte Arbeits- und Entgeltsbestätigung.

Krankengeld gebührt grundsätzlich ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Der Anspruch auf Krankengeld ruht jedoch, solange nach gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmungen ein Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht.

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Höhe des Krankengeldes

Das Krankengeld beträgt vom 4. bis zum 42. Tag 50 % der Bemessungsgrundlage, ab dem 43. Tag erhöht es sich auf 60 % der Bemessungsgrundlage.

 Als Bemessungsgrundlage wird das sozialversicherungspflichtige Bruttoentgelt des letzten Monats mit vollem Entgeltanspruch herangezogen. Sonderzahlungen werden durch einen prozentuellen Zuschlag von 17 % zum Krankengeld berücksichtigt.

Dies gilt auch für Personen, die neben einer bestehenden Vollversicherung eine oder mehrere geringfügige Beschäftigungen ausüben, sowie für mehrfach geringfügig Beschäftigte, deren monatliches Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze übersteigt.

Bezieher einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung erhalten Krankengeld in der Höhe des letzten Leistungsbezuges aus dieser Versicherung.

Geringfügig Beschäftigten, die eine Selbstversicherung gemäß § 19a Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) abgeschlossen haben, gebührt als tägliches Krankengeld ein Fixbetrag. Dieser beträgt 2016 EUR 4,98.

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Beispiel zur Berechnung des Krankengeldes

Bemessungsgrundlage (monatliche Beitragsgrundlage): EUR 2.000,--
Anspruch auf Sonderzahlungen: ja

KG-Anspruch Brutto Lst Netto
Bis zum 42.Tag € 39,00 € 2,25 € 36,75
Ab dem 43.Tag € 46,80 €4,20 € 42,60
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Dauer des Krankengeldanspruches

Für ein und denselben Versicherungsfall gebührt grundsätzlich Krankengeld für 26 Wochen. Die Anspruchsdauer erhöht sich auf 52 Wochen, sofern der Versicherungs- fall während der Versicherung eingetreten ist und der/die Anspruchsberechtigte innerhalb der letzten 12 Monate vor Eintritt des Versicherungsfalles mindestens 6 Monate in der Krankenversicherung versichert war.  

Über die Dauer von 26 Wochen hinaus wird das Krankengeld längstens bis zur Zu-stellung eines Bescheides über die Zuerkennung einer Pension (eines Vorschusses auf eine Pension) aus eigener Pensionsversicherung erbracht.

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Ruhen des Krankengeldes

Der Anspruch auf Krankengeld ruht, solange

  • die Arbeitsunfähigkeit der Krankenkasse nicht gemeldet wurde
  • ein Anspruch auf eine Weiterleistung von mehr als 50 % der vollen Geld- und Sachleistungen besteht
  • eine Urlaubs- oder Kündigungsentschädigung gebührt
  • Übergangsgeld gebührt
  • Präsenz- oder Zivildienst geleistet wird
  • für in der Krankenversicherung teilversicherte Zeitsoldaten

Bei Weiterleistung von 50 % der vollen Geld- und Sachleistungen ruht der Anspruch auf Krankengeld zur Hälfte.  


Zudem kann die Kasse ein Ruhen des Krankengeldes verfügen, wenn:

  • einer Ladung zum Kontrollarzt ohne wichtigen Grund nicht Folge geleistet wird
  • wiederholt Bestimmungen der Krankenordnung oder ärztliche Anordnungen verletzt werden


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Krankengeld ist lohnsteuerpflichtig

Ab einem täglichen Krankengeld von € 30.— ist Lohnsteuer in Abzug zu bringen. Versicherte erhalten von der TGKK eine Auszahlungsbestätigung, worauf der als Lohnsteuer einbehaltene Betrag von 25,0 Prozent ausgewiesen wird.

Keine Lohnsteuer abzuführen ist für jene Leistungsbezieher, deren Krankengeld auf Grund einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung bemessen wird.