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Informationen zur Angehörigeneigenschaft

Ein Anspruch auf Leistungen der Krankenversicherung besteht für die nachstehend angeführten Angehörigen, wenn sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben und nicht selbst krankenversichert sind oder einer Krankenfürsorgeeinrichtung angehören.
Neben diesen Grundvoraussetzungen sind für die jeweiligen Angehörigengruppen weitere Kriterien maßgebend.
Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise und legen Sie dem Antrag die entsprechenden Nachweise in Kopie bei. Bei einem Antrag auf Feststellung der Angehörigeneigenschaft eines pflegenden Angehörigen sind die Details zur Pflege durch den pflegenden Angehörigen mit Unterschrift zu bestätigen.


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EhegattIn, eingetragene PartnerIn

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Aufrechte Ehe oder eingetragene Partnerschaft

Ausschlussgründe von der Mitversicherung

• Von Ärzten, Notaren, Rechtsanwälten selbständigen Apothekern, Ingenieuren, Patentanwälten und

• Wirtschaftstreuhändern sowie bestimmten selbständig Erwerbs-tätigen und Pensionisten sowie

• Von Personen, die eine Tätigkeit
im Ausland ausüben, die im Inland versicherungspflichtig wäre oder die eine Pension aus dem Ausland beziehen und

• bei Selbstversicherten gem. § 16
ASVG, wenn der Ehegatte/ eingetragene Partner ein
Einkommen erzielt, das die Geringfügigkeits-
grenze übersteigt
Heiratsurkunde oder Partnerschaftsurkunde

Sofern der mitzuversichernde Ehegatte/ eingetragene Partner ein eigenes Einkommen erzielt: Einkommensnachweis

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Kinder und Wahlkinder

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Mitversicherung bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres *) Geburtsurkunde (bei Neugeborenen Geburtsbestätigung);
Bestätigung über Adoption bzw.
Gerichtsbeschluss


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Stiefkinder und Enkel

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Mitversicherung bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres *)
Ständige Hausgemeinschaft mit
dem Versicherten muss bestehen
Geburtsurkunde

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Pflegekinder

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Mitversicherung bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres *)
Die Pflege muss unentgeltlich,
ohne Unterhaltsleistung durch
die leiblichen Eltern erfolgen oder
auf einer behördlichen Pflege-
bewilligung beruhen
Geburtsurkunde und Erklärung über
unentgeltliche Pflege oder
behördliche Pflegebewilligung

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Verwandte haushaltsführende Person

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Eine Person aus dem Kreis der Eltern, Wahl-, Stief- und Pflegeeltern, der Kinder, Wahl-, Stief- und Pflegkinder, der Enkel oder der Geschwister, die seit mindestens zehn Monaten in Hausgemeinschaft (Hauptwohnsitz) lebt und seit dieser Zeit unentgeltlich den Haushalt führt.
Im Haushalt darf kein arbeits-fähiger Ehegatte/ eingetragener Partner vorhanden sein.
Ausschlussgründe von der Mitversicherung wie bei Ehegatten/ eingetragenen Partnen.
Nachweis des Verwandtschaftsverhältnisses (zB durch Geburtsurkunden etc), Nachweis des seit mindestens 10 Monaten bestehenden gemeinsamen Haushalts durch Meldezettel des Versicherten sowie der mitzuversichernden Person;
sofern die haushaltsführende Person
ein eigenes Einkommen erzielt:
Einkommensnachweis

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Nicht verwandte haushaltsführende Person

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Eine mit dem Versicherten/der Versicherten nicht verwandte Person - die seit mindestens zehn Monaten mit ihm / ihr in Hausgemeinschaft (Hauptwohnsitz) lebt und ihm / ihr seit dieser Zeit unentgeltlich den Haushalt führt.
Eine weitere Voraussetzung ist, dass kein im gemeinsamen Haushalt lebender arbeitsfähiger Ehegatte/ eingetragener Partner vorhanden sein darf.
Ausschlussgründe von der Mitversicherung wie beim Ehegatten/ eingetragenen Partner.
Nachweis des seit mindestens 10
Monaten bestehenden gemeinsamen Haushalts durch Meldezettel des Versicherten sowie der mitzuversichernden Person;
sofern die haushaltsführende Person ein eigenes Einkommen erzielt:
Einkommensnachweis

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Pflegende Angehörige

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Eine mit dem Versicherten/der Versicherten in gerader Linie oder bis zum vierten Grad der Seitenlinie (zB Cousine) verwandte oder verschwägerte Person, die einen Versicherten mit Anspruch
auf Pflegegeld zumindest der Stufe 3 unter ganz überwiegender Beanspruchung ihrer Arbeitskraft nicht erwerbsmäßig in häuslicher Umgebung pflegt.
Ausschlussgründe von der Mitversicherung wie beim Ehegatten/ eingetragenen Partner.
Nachweis des Verwandtschaftsverhältnisses
(zB durch Geburtsurkunden etc.)
Nachweis der Pflegebedürftigkeit
des Versicherten (aktueller Pflegegeldbescheid, mindestens Stufe 3);
sofern die pflegende Person ein eigenes Einkommen erzielt:
Einkommensnachweis
Erklärung der/s pflegenden Angehörigen auf dem Antragsformular

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Mitversicherung von Kinder und Enkel über 18 bei Schul-, Studien- oder Berufsausbildung

*) Unter den im Folgenden angeführten Voraussetzungen ist eine Mitversicherung für Kinder und Enkel auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres möglich:

Schul-, Studien- oder Berufsausbildung

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Mitversicherung längstens bis zur
Vollendung des 27. Lebensjahres.
Für die Verlängerung der beitragsfreien Mitversicherung von Angehörigen ist
vorrangig der Bezug von Familienbeihilfe maßgebend.
Gleichzeitig bleiben aber die im Bereich
der Sozialversicherung schon
bisher geltenden weiter reichenden Schutzbestimmungen bestehen. So ist
nach wie vor - trotz Nichtgewährung
von Familienbeihilfe - eine Mitversicherung möglich, wenn ein Studium ernsthaft und zielstrebig absolviert (fortgesetzt) wird. Auch die gegenüber der Familienbeihilfe (längstens bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres) um ein Jahr längere Frist (Mitversicherung bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres) bleibt aufrecht.
Schulbesuchs- bzw. Studienbestätigung
(je Schul- bzw. Studienjahr)
Nachweis des Bezugs der Familienbeihilfe (sofern diese Informationen nicht automatisiert vorliegen),
ansonsten bei Studierenden
Studienerfolgsnachweis über zumindest 8 Semesterwochenstunden
(oder 16 ECTS-Punkte) im
vergangenen Studienjahr

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        bei Erwerbslosigkeit

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Mitversicherung für längstens 24 Monate bei Vorliegen von Erwerbslosigkeit
seit der Vollendung des 18. Lebensjahres
bzw. dem Ende der Schul-, Studien- oder Berufsausbildung
(Formlose) Erklärung über Erwerbslosigkeit
und Bestätigung über
das Ende der Schul-, Studien oder Berufsausbildung

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        bei Erwerbsunfähigkeit

 

Voraussetzungen/Hinweise Notwendige Nachweise
Mitversicherung für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit oder Gebrechen.
Die Erwerbsunfähigkeit muss seit der Vollendung des 18. Lebensjahres bzw. seit dem Ende der Schul-, Studien- oder Berufsausbildung ununterbrochen bestehen.
Aktuelles ärztliches Attest über das Vorliegen von Erwerbsunfähigkeit
oder Nachweis des Bezuges
der erhöhten Familienbeihilfe
wegen Erwerbsunfähigkeit

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Weitere Hinweise

  •  Für Personen, die eine Selbstversicherung nach § 16 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz abgeschlossen haben, ist der Kreis der Angehörigen eingeschränkt. Bei diesem Personenkreis ist eine Mitversicherung von Kindern und Ehegatten/ eingetragenen Partnern möglich.
  • Wenn eine mehrfache Angehörigeneigenschaft in Betracht kommt, können Leistungen nur einmal erbracht werden. Leistungspflichtig ist jener Versicherungsträger, der zuerst in Anspruch genommen wird.
  • Führen Sie bitte bei allen Leistungsanträgen die vollständige Versicherungsnummer des Versicherten und – soweit bereits bekannt – auch die des/der Angehörigen an.
  • Als verwandte oder nicht verwandte haushaltsführende Person kann bei Pflichtversicherten nur eine einzige Person mitversichert werden.


Bitte beachten Sie, dass
für bestimmte Angehörige (zB Ehegatten, eingetragene Partner, haushaltsführende Personen) ein Zusatzbeitrag
zur Krankenversicherung im Ausmaß von 3,4 % der für den Versicherten (die Versicherte) heranzuziehenden Beitragsgrundlage
(Entgelt, Pension) zu leisten ist.

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Entfall des Zusatzbeitrags

  •  Kinder (gem. § 123 Abs 1 bis 5 ASVG – auch über das 18. Lebensjahr hinaus);
  •  wenn und solange sich der (die) Angehörige der Erziehung eines oder mehrer im gemeinsamen Haushalt lebender Kinder widmet oder durch mindestens 4 Jahre hindurch gewidmet hat;
  • wenn und solange der (die) Angehörige Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 des Bundespflegegeldgesetzes oder nach den Bestimmungen des Landespflegegeldgesetzes hat oder der (die) Angehörige den Versicherten mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Stufe 3 nach diesen Gesetzen pflegt;
  • bei Vorliegen von sozialer Schutzbedürftigkeit nach den Richtlinien des Hauptverbandes. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn das monatliche Nettoeinkommen der/des Versicherten den Ausgleichszulagenrichtsatz für Ehepaare nicht übersteigt.
  • während des Bezuges von Krankengeld, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe durch die/den Versicherte(n)