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Künstliche Befruchtung (In-Vitro-Fertilisation)


          

Ungewollte Kinderlosigkeit ist für Betroffene ein harter Schlag!



Allerdings kann die moderne Medizin in vielen Fällen beinahe Wunder wirken. Damit aber der Kinderwunsch nicht an der finanziellen Hürde scheitert, wurde im Jahre 2000 der so genannte In-Vitro-Fertilisation-Fonds eingerichtet.

Damit ist festgelegt, dass für eine künstliche Befruchtung
(In-Vitro-Fertilisation) bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen 70% der Behandlungskosten übernommen werden können. Diese werden je zur Hälfte durch Überweisungen aus dem Ausgleichsfonds der Familienbeihilfen und der Krankenversicherungsträger gespeist.   

Die Betreuung muss durch Krankenanstalten oder durch Institute erfolgen, mit denen eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen wurde.
In Tirol haben die Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Innsbruck und die Kinderwunsch-Klinik Dr. med. Josef Zech, 6020 Innsbruck, diesen Vertrag.

 

Ein derartiger Eingriff begründet  nach derzeit geltender Gesetzeslage keinen Krankenstand.

 

Zuständig für die Abwicklung ist das Bundesministerium für Gesundheit, Radetzkystraße 2, 1030 Wien.

 

Anspruchvoraussetzungen


Anspruch auf Kostentragung besteht für höchstens vier Versuche pro Paar und angestrebter Schwangerschaft, sofern zum Zeitpunkt des Beginns eines Versuches einer In-Vitro-Fertilisation die Frau das 40. Lebensjahr und der Mann das 50. Lebensjahr nicht vollendet haben. Darüber hinaus muss sowohl für die Frau als auch für den Mann eine prinzipielle Leistungszuständigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung oder einer Krankenfürsorgeeinrichting vorliegen.

Bei nichtösterreichischen Staatsbürgern ist darüber hinaus das Vorliegen eines mindestens dreimonatigen Versicherungsverhältnisses erforderlich.

Die betroffenen Personen benötigen für den Antrag beim Fonds eine Versicherungszeitenbestätigung, welche Sie von der Tiroler Gebietskrankenkasse erhalten.

Sollte Ihr Kostenantrag abgelehnt werden, hat der Fonds bei ausdrücklichem Verlangen den Anspruchswerber einen Bescheid zu erlassen.


Übernahme der Kosten


Prinzipiell besteht Anspruch auf 70% der Kosten für höchstens vier Versuche pro Paar und angestrebter Schwangerschaft. Zur Kostenübernahme werden nicht nur die unmittelbaren Kosten des Eingriffs, sondern auch die Kosten für die notwendigen Medikamente und für pflegebedingte Leistungen herangezogen.

Die an Eigenkosten verbleibenden 30% übernimmt Ihr Krankenversicherungsträger weder aus ordentlichen noch aus außerordentlichen Mitteln. (Unterstützungsfond) 

Für eine In-Vitro-Fertilisation, die in einer Einrichtung ohne Vertrag durchgeführt wurde, gibt es ausnahmslos keine Kostenerstattung.


Kontakt


Bundesministerium für Gesundheit
Radetzkystr. 2, 1030 Wien  

Tel.: +43-(0)1-71100-0
Fax: +43-(0)1-71100-14300


  linkwww.bmg.gv.at 


e-mail:  buergerservice@bmg.gv.at