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Wochengeld


Babysocken, Geld und Antrag

Anspruch auf Wochengeld haben weibliche Pflichtversicherte, die bei Eintritt des Versicherungsfalles der Mutterschaft einen Verdienstausfall erleiden.

Dazu zählen erwerbstätig Pflichtversicherte, freie Dienstnehmerinnen, Selbstversicherte bei geringfügiger Beschäftigung gem. § 19a ASVG, den Dienstnehmern gleichgestellte Personen gem.
§ 4 Abs. 4 ASVG, Versicherte bei doppelter oder mehrfacher geringfügiger Beschäftigung gem. § 471f ASVG, sowie Bezieherinnen von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung.


Ihr Dienstgeber hat Ihren Arbeitsverdienst der letzten drei Monate vor Eintritt in den Mutterschutz in das Formular „Arbeits- und Entgeltsbestätigung für Wochengeld" einzutragen. Der Mutterschutz beginnt grundsätzlich acht Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin. Beide Eintragungen, von Arzt und Dienstgeber, müssen zur Berechnung des Wochengeldes an die Tiroler Gebietskrankenkasse gesendet werden.

Als Ersatz für Ihr entfallendes Nettoeinkommen während des Mutterschutzes erhalten Sie von der Tiroler Gebietskrankenkasse als Geldleistung das so genannte Wochengeld.

 

Wann gebührt Wochengeld?

  • 8 Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin
  • für den Tag der Entbindung
  • 8 Wochen nach der Entbindung
  • Mit dem Beginn eines individuellen Beschäftigungsverbots (vorzeitiger Mutterschutz!) 

Als Sonderregelung wird bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und Kaiserschnittentbindungen der Mutterschutz bzw. das Wochengeld auf 12 Wochen nach der Entbindung (max. 16 Wochen) verlängert.

 

Wie hoch ist das Wochengeld?

 

Zur Berechnung des Wochengeldes ist der Nettoarbeitsverdienst aus den letzten drei Kalendermonaten (ohne Berücksichtigung einer Höchstbeitragsgrundlage) vor Eintritt des Versicherungsfalles zuzüglich der anteiligen Sonderzahlungen maßgebend.

Von dem auf diese Weise erhöhten Nettoarbeitslohn ist der Tagesdurchschnitt zu errechnen. Dieser Tagesdurchschnitt gebührt als tägliches Wochengeld. 


Geringfügig Beschäftigte, welche gem. § 19a ASVG eine so genannte Opting-in Versicherung abgeschlossen haben, erhalten  einen festen Betrag als tägliches Wochengeld (2016: EUR 8,91 )


Bei Bezieherinnen einer Leistung nach dem ALVG richtet sich die Höhe des Wochengeldes nach der Höhe der täglichen ALVG-Leistung. Diese wird bei der Wochengeldberechnung um 80% erhöht. 

Mit der letzten Wochengeldanweisung wird Ihnen eine Bestätigung über die Dauer und Höhe der Wochengeldzahlung zugesandt (dient zur Vorlage bei anderen Behörden bzw. bei Ihrem Dienstgeber).  


Sollte die eine oder andere Frage unbeantwortet bleiben, so  stehen unsere MitarbeiterInnen der Arbeitsgruppe Mutterschaft in der Hauptstelle (Tel.: +43 (0) 59160 - DW 1062-1067) oder der jeweiligen Servicestelle gerne zur Verfügung.