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1. Anspruchsvoraussetzungen


Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld haben leibliche Eltern sowie Adoptiv- und Pflegeeltern von Kindern.

Voraussetzungen:

  • Bezug der Familienbeihilfe für das Kind
  • Gemeinsamer Haushalt mit dem Kind (idente Hauptwohnsitzmeldung)
  • Einhaltung der jeweiligen Zuverdienstgrenze pro Kalenderjahr
  • Lebensmittelpunkt des antragstellenden Elternteiles und des Kindes in Österreich
  • Für Nichtösterreicherinnen bzw. Nichtösterreicher zusätzlich ein rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich (z. B. Aufenthaltstitel, Anmeldebescheinigung) bzw. die Erfüllung bestimmter asylrechtlicher Voraussetzungen
  • Durchführung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen


Trifft eine dieser Voraussetzungen nicht zu, gebührt kein Kinderbetreuungsgeld.

Beachten Sie:
Die Zuerkennung des Kinderbetreuungsgeldes ist erst nach Prüfung aller Voraussetzungen möglich (Ausnahme: Zuverdienstgrenze).

Für welches Kind erhalten Sie Kinderbetreuungsgeld?

Kinderbetreuungsgeld erhalten Sie ausschließlich für das jüngste Kind. Sobald während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld ein weiteres Kind geboren wird, endet der Bezug für das ältere. Für das Neugeborene muss daher immer ein neuer Antrag auf Kinderbetreuungsgeld gestellt werden.


Zusätzliche Voraussetzungen für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld:

Für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld muss neben den allgemeinen Voraussetzungen in den letzten sechs Monaten vor der Geburt des Kindes durchgehend eine in Österreich sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit tatsächlich ausgeübt werden.

In diesen 6 Monaten darf zudem neben der Erwerbstätigkeit auch keine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld etc.) bezogen werden.

Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit von insgesamt bis zu 14 Tagen sind irrelevant. Liegt zu Beginn oder am Ende des 6 Monatszeitraum keine Erwerbstätigkeit vor, so ist das Erwerbstätigkeitserfordernis nicht erfüllt. Der 6 Monatszeitraum kann nicht mit einer Unterbrechung der Tätigkeit beginnen oder enden, die Unterbrechung muss innerhalb der 6 Monate liegen. Krankheit oder Erholungsurlaub bei aufrechtem Dienstverhältnis mit Lohnfortzahlung des Arbeitgebers stellen keine Unterbrechung dar.

Einer solchen Erwerbstätigkeit gleichgestellt sind nur:

  • die an eine solche mindestens 6 Monate andauernde in Österreich sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit direkt anschließenden Zeiten des Beschäftigungsverbotes (Mutterschutz) sowie Zeiten der Karenz (bis max. zum 2. Geburtstag eines Kindes), sofern in dem Zeitraum ein Dienstverhältnis aufrecht ist.

  • die an eine solche mindestens 6 Monate andauernde in Österreich sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit
    • direkt anschließenden Zeiten der Gewährung einer Betriebshilfe oder eines Wochengeldes für Selbstständige, sofern die Tätigkeit währenddessen nicht beendet wird (daher wird das Erwerbstätigkeitserfordernis z.B. nicht erfüllt, wenn vor Geburt die Gewerbeberechtigung zurückgelegt oder ruhend gemeldet wird) sowie
    • direkt anschließenden Zeiten der Unterbrechung der Erwerbstätigkeit zum Zwecke der Kindererziehung max. bis zum 2. Geburtstag des Kindes (z.B. Ruhendmeldung des Gewerbes, nicht jedoch Abmeldung).


Achtung!
Ein Krankengeldbezug ohne Entgeltfortzahlung durch den Dienstgeber gilt nicht als Erwerbstätigkeit.