DRUCKEN

Rezeptgebührenobergrenze


Rezeptgebührenobergrenze  Zur finanziellen Entlastung von Personen mit erhöhtem Medikamentenaufwand wurde eine jährliche Rezeptgebührenobergrenze (REGO) eingeführt.

 

Der Gesetzgeber hat dadurch eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, damit mehr Versicherte als bisher von der Entrichtung der Rezeptgebühr befreit werden.

 

Im Kalenderjahr muss jeder Versicherte nur so viele Rezeptgebühren bezahlen, bis er im laufenden Jahr mit diesen Zahlungen einen Betrag von 2 % seines Jahresnettoeinkommens erreicht hat. Danach ist er für den Rest des Jahres von der Rezeptgebühr befreit.

 

Berechnungsbeispiel für eine Dienstnehmerin bzw. einen Dienstnehmer

Jahresnettoeinkommen: EUR 12.000,00
Obergrenze für Rezeptgebühren: 2 % von EUR 12.000,00 = EUR 240,00
Erreichen der Rezeptgebührenobergrenze:
EUR 240,00 dividiert durch EUR 5,85 (Rezeptgebühr 2017) = 42

Die/Der Versicherte muss 42 Rezeptgebühren á EUR 5,85 bezahlen.

Für das laufende Kalenderjahr sind keine weiteren Rezeptgebühren mehr zu bezahlen.


Mindestobergrenze

 

Bei Personen, deren Jahresnettoeinkommen unter dem Zwölffachen des Einzelrichtsatzes für die Ausgleichszulage (im Jahr 2018 pro Monat EUR 909,42) liegt, wird die Rezeptgebührenobergrenze vom Zwölffachen dieses Richtsatzes berechnet. Dies ist die für alle Personen geltende Mindestobergrenze. Dies bedeutet, dass jeder Versicherter, der nicht wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit ist, zumindest 37 Rezeptgebühren bezahlen muss bevor er wegen Erreichens der Rezeptgebührenobergrenze für das restliche Kalenderjahr von der Rezeptgebühr befreit ist.


Weitere Informationen 

Bei allgemeinen Fragen zur Rezeptgebührenobergrenze wenden Sie sich bitte unter der Telefonnummer 050124 3360 (österreichweit zum Ortstarif) an das SV-Servicecenter (Montag bis Freitag 8-18 Uhr).

Selbstverständlich steht Ihnen auch die Tiroler Gebietskrankenkasse unter der Telefonnummer 059160 1400 für Auskünfte über die Rezeptgebührenobergrenze gerne zur Verfügung.