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Fallweise Beschäftigung


Bei fallweisen Beschäftigungen kommt es ab 1.1.2019 zu Anpassungen der gesetzlichen Bestimmungen. Die Definition, welche Personen als fallweise Beschäftigte gelten, sowie die diesbezüglich geltenden Meldebestimmungen werden in den § 33 Abs. 3 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) transferiert.

Unter fallweise Beschäftigten versteht man Personen, die in unregelmäßiger Folge tageweise beim selben Dienstgeber beschäftigt werden, wenn die Beschäftigung für eine kürzere Zeit als eine Woche vereinbart ist.

Keine fallweise Beschäftigung liegt vor, wenn sich z. B. eine Person verpflichtet, nur einmal wöchentlich an einem im Voraus bereits fixierten Tag (z. B. jeden Montag) oder einmal monatlich (z. B. jeden 15. oder jeden letzten Freitag im Monat) eine bestimmte Arbeitsleistung zu erbringen. Durch die im Voraus bestimmte periodisch wiederkehrende Arbeitsleistung liegt in einem solchen Fall ein durchlaufendes Beschäftigungsverhältnis vor.

Umfang der Versicherung

Bei der fallweisen bzw. tageweisen Beschäftigung ist zu beachten, dass jeder Tag als eigenständiges Dienstverhältnis zu betrachten ist. Eine "Zusammenrechnung" hat nicht zu erfolgen. Daher ist stets jenes Entgelt heranzuziehen, das für den jeweiligen Kalendertag (00:00 Uhr bis 24:00 Uhr) tatsächlich auszuzahlen ist. Dieses ist dann der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze von EUR 446,81 (2019) gegenüber zu stellen.

Beispiel:

  • 5.1., Entgelt: EUR 100,00 = unter der Geringfügigkeitsgrenze
  • 6.1., Entgelt: EUR 100,00 = unter der Geringfügigkeitsgrenze
  • 18.1., Entgelt: EUR 500,00 = über der Geringfügigkeitsgrenze (tägliche Höchstbeitragsgrundlage beachten)
  • 20.1., Entgelt: EUR 500,00 = über der Geringfügigkeitsgrenze (tägliche Höchstbeitragsgrundlage beachten)


Eine Vollversicherung besteht daher nur am 18.1. und am 20.1.!