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Heilbehelfe | Hilfsmittel

Rollstuhlversorgung in Tirol

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Heilbehelfe, darunter fallen beispielsweise Brillen, Orthesen, orthopädische Schuheinlagen etc., dienen zur Linderung oder Heilung eines Krankheitszustandes.
  Hilfsmittel dienen als Ersatz für fehlende oder unzulängliche Körperfunktionen und sollen eine Beeinträchtigung beseitigen oder zumindest ausgleichen.

Die notwendigen Heilbehelfe und Hilfsmittel erhalten Sie generell über eine ärztliche Verordnung (Verordnungsschein). Nach Anspruchsprüfung durch die TGKK erfolgt auf Basis der Bewilligung die Versorgung durch einen entsprechenden Vertragspartner wie z. B. Bandagisten, Hörgeräteakustiker, Optiker oder Orthopädieschuhmacher.

Sowohl für Heilbehelfe als auch für Hilfsmittel ist eine Kostenbeteiligung (Selbstbehalt) vorgesehen.

Die Kostenübernahme durch den Krankenversicherungsträger erfolgt in der Regel bis zu einer in der Satzung festgesetzten Höchstgrenze, sowie unter Berücksichtigung eventueller Mindestgebrauchsdauern.

 Kostenbeteiligung und Höchstgrenze

Grundsätzlich sind 10% der Anschaffungskosten, mindestens jedoch EUR 34,20 bzw. EUR 102,60 bei Sehbehelfen (EUR 34,20 Kinder)  vom Versicherten selbst zu bezahlen.

Vom Selbstbehalt befreit sind Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind (nicht jedoch REGO-Befreiung), Versicherte oder Angehörige, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie Kinder auch nach dem vollendeten 15. Lebensjahr, wenn ein Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe besteht.

Die Höhe der Kostenübernahme ist mit den vorgesehenen Tarifen bzw. der satzungsmäßigen Höchstgrenze (EUR 513,00) begrenzt. Ausnahmen bestehen für Kontaktlinsen, orthopädische Maßschuhe, Inkontinenzprodukte, Perücken sowie Krankenfahrstühle.


Sonderbereich Rollstuhlversorgung

Voraussetzung für den Bezug eines Rollstuhles ist eine ärztliche Verordnung, mit der Sie sich an einen Vertragspartner wenden.

Grundsätzlich ist eine vorherige Genehmigung durch die TGKK vorgesehen. Bei tariflich nicht geregelten Produkten ist zusätzlich auch ein Kostenvoranschlag des Vertragspartners notwendig. Im Regelfall leitet der Vertragspartner die erforderlichen Unterlagen an die Kasse weiter.

Für Rollstühle ist grundsätzlich eine Mindestgebrauchsdauer von 10 Jahren festgesetzt. Vorgezogene Neuversorgungen werden nur dann bewilligt, wenn diese aus besonderen Gründen und ohne Versichertenverschulden notwendig sind.


Kostenübernahme und Höchstgrenzen

Die Höhe der Kostenübernahme ist mit den satzungsmäßigen Höchstgrenzen limitiert. Bei Neuanschaffungen von Rollstühlen beträgt diese (Stand 2018) EUR 3.420,00, bei Reparaturen von Rollstühlen EUR 1.368,00. In Fällen der medizinischen Rehabilitation werden die Kosten zur Gänze übernommen.


Restkostenfinanzierung

Die Anschaffungskosten von Rollstühlen übersteigen oftmals die satzungsmäßige Höchstgrenze. In diesem Fall kann ein Antrag auf eine teilweise Restkostenfinanzierung gestellt werden. Der Antrag wird über die Vertragspartner zur Verfügung gestellt bzw. kann als linkDownload  gedruckt werden. 

Der Antrag gilt gleichzeitig für alle Kostenträger und kann bei folgenden Stellen eingebracht werden:

  • Tiroler Gebietskrankenkasse sowie allen anderen Sozialversicherungsträgern
  • Land Tirol oder Bezirksverwaltungsbehörde
  • Sozialministeriumservice