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Zwei Systeme: Kinderbetreuungsgeld-Konto oder einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld stehen zur Auswahl


Die Wahl des Systems (und innerhalb des Kinderbetreuungsgeld-Kontos die Wahl der Anspruchsdauer/Variante) ist bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen und bindet auch den zweiten Elternteil. Das heißt, Eltern müssen sich gemeinsam für eines der beiden Systeme entscheiden. Eine Änderung des Systems ist ausnahmslos nur binnen 14 Tagen ab erstmaliger Antragstellung möglich!

Eine Entscheidungshilfe für die Wahl des für Sie optimalen Kinderbetreuungsgeld-Systems bzw. innerhalb des Kinderbetreuungsgeld-Kontos der für Sie optimalen Anspruchsdauer bietet der Kinderbetreuungsgeld-Online-Rechner:

Kinderbetreuungsgeld-Konto

Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld

Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld steht auch weiterhin - mit Anpassungen - zur Auswahl.

Höhe und Anspruchsdauer

Die Bezugsdauer des Kinderbetreuungsgeldes als Konto kann innerhalb eines vorgegebenen Rahmens flexibel gewählt werden:

Grundvariante bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil: 365 Tage ab Geburt des Kindes 
beide Elternteile: 456 Tage ab Geburt des Kindes
Tagesbetrag EUR 33,88

Längste Variante bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil: 851 Tage ab Geburt des Kindes
beide Elternteile: 1.063 Tage ab Geburt des Kindes
Tagesbetrag EUR 14,53

In der kürzesten Variante beträgt das Kinderbetreuungsgeld EUR 33,88 täglich und in der längsten EUR 14,53 täglich. Je länger man bezieht, desto geringer ist der Tagesbetrag. Die Höhe der Leistung ergibt sich also aus der individuell gewählten Leistungsdauer.

Vom gesamten zur Verfügung stehenden Betrag pro Kind sind 20 % dem zweiten Elternteil unübertragbar vorbehalten (in der kürzesten Variante sind das 91 Tage).

Höhe und Anspruchsdauer

Auch beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld erfolgt die Umstellung auf das Tageprinzip:

Anspruch bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil: max. 365 Tage ab Geburt des Kindes
beide Elternteile: 426 Tage ab Geburt des Kindes
Höhe max. EUR 66,00 täglich

Die Erwerbstätigkeit in den 182 Kalendertagen unmittelbar vor der Geburt des Kindes bzw. vor Mutterschutz muss durchgehend eine in Österreich kranken- und pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit sein.

Für die von der Krankenkasse durchgeführte Günstigkeitsrechnung werden die Einkünfte aus dem letzten Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes herangezogen.

Vom gesamten zur Verfügung stehenden Betrag pro Kind sind 20 % dem zweiten Elternteil unübertragbar vorbehalten (61 Tage).

Höhe bei Mehrlingsgeburten

Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Kinderbetreuungsgeld für das zweite und jedes weitere Mehrlingskind um 50 % des jeweiligen Tagesbetrages.

Keine Erhöhung des Tagesbetrages bei Mehrlingsgeburten.

Zuverdienstgrenze

EUR 16.200,00 oder der höhere individuelle Grenzbetrag nach § 8b KBGG

Zuverdienstgrenze

EUR 6.800,00

Wechsel

Ein Wechsel im Kinderbetreuungseldbezug kann grundsätzlich nur zweimal erfolgen, wobei ein Elternteil mindestens 61 Tage Kinderbetreuungsgeld tatsächlich beziehen muss.

Gleichzeitiger Bezug

Neu ist die Möglichkeit des gleichzeitigen Bezugs von Kinderbetreuungsgeld durch beide Elternteile für die Dauer von bis zu 31 Tagen anlässlich des erstmaligen Wechsels, wobei sich die Gesamtanspruchsdauer um diese Tage reduziert.