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Familienzeitbonus


Für erwerbstätige Väter, die sich unmittelbar nach der Geburt des Kindes intensiv und ausschließlich der Familie widmen und ihre Erwerbstätigkeit (im Einvernehmen mit dem/der Arbeitgeber/in, es besteht grundsätzlich kein Rechtsanspruch) unterbrechen, das heißt, sich Familienzeit nehmen, ist ein "Familienzeitbonus" in Höhe von EUR 22,60 täglich vorgesehen.

Der Familienzeitbonus wird auf ein allfälliges später vom Vater bezogenes Kinderbetreuungsgeld der Höhe nach angerechnet, auf die Bezugstage hat dies keinen Einfluss.


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Anspruchsvoraussetzungen

Voraussetzungen für einen Anspruch auf Familienzeitbonus sind

  • Anspruch und Bezug der Familienbeihilfe für das Kind,
  • Lebensmittelpunkt von Vater, Kind und anderem Elternteil in Österreich,
  • ein auf Dauer angelegter gemeinsamer Haushalt mit dem Kind und dem anderen Elternteil sowie idente Hauptwohnsitzmeldungen,
  • Inanspruchnahme der Familienzeit
  • Erfüllung des Erwerbstätigkeitserfordernisses
  • für Nicht-Österreicher/innen zusätzlich ein rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich (NAG-Karte) bzw die Erfüllung bestimmter asylrechtlicher Voraussetzungen von Vater, Kind und anderem Elternteil.

Erwerbstätigkeitserfordernis vor/nach der Familienzeit

Der Vater muss in den letzten 182 Kalendertagen unmittelbar vor Bezugsbeginn durchgehend eine in Österreich kranken- und pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit tatsächlich und ununterbrochen ausüben (Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit von bis zu 14 Tagen sind unschädlich) und diese Erwerbstätigkeit direkt im Anschluss an die Familienzeit wieder aufnehmen. 

Zudem dürfen im relevanten Zeitraum vor Bezugsbeginn aber auch während der Familienzeit keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld etc.) bezogen werden.

Zeiten der Väterkarenz bis maximal zum 2. Geburtstag des älteren Kindes sind der Ausübung der kranken- und pensionsversicherungsrechtlichen Ausübung einer Erwerbstätigkeit gleichgestellt.

Familienzeit

Als Familienzeit gilt etwa ein Sonderurlaub gegen Entfall der Bezüge oder der Antritt einer Frühkarenz im öffentlichen Dienst – Frühkarenzurlaub.
Achtung: Ein Gebührenurlaub bzw ein Krankenstand stellen keine Unterbrechung der Erwerbstätigkeit dar, daher gebührt für solche Zeiträume kein Familienzeitbonus. 

Es besteht kein Rechtsanspruch auf Familienzeit gegenüber dem Dienstgeber.
Auch selbständig Erwerbstätige können Familienzeit in Anspruch nehmen, dazu müssen sie ihre Tätigkeit ebenfalls unterbrechen (z. B. Abmeldung von der Sozialversicherung, Ruhendmeldung des Gewerbes).


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Antragstellung

Der Antrag muss mittels eigenen Antragsformulars spätestens binnen 91 Tagen ab dem Tag der Geburt des Kindes (der Tag der Geburt wird mitgezählt) bei der zuständigen Krankenkasse gestellt werden. Bei der Antragstellung ist die Anspruchsdauer verbindlich festzulegen.

WICHTIG:
Familienzeit und Bezug des Familienzeitbonus müssen sich exakt decken!



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Höhe und Anspruchsdauer

Der Familienzeitbonus kann für die Dauer von 28 - 31 Tage ununterbrochen innerhalb von 91 Tagen ab Geburt bezogen werden und wird auf einen späteren Bezug von Kinderbetreuungsgeld angerechnet. Es gebührt ein pauschaler Tagesbetrag in der Höhe von EUR 22,60.

Während der Familienzeit besteht eine Kranken- und Pensionsversicherung.

Unter  www.bmfj.gv.at/kbg-online-rechner finden Sie einen Rechner, der Sie bei Gestaltung des Familienzeitbonus unterstützt.