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Vier Jahre Gsund&Achtsam - eine Zwischenbilanz

Strategisches Gesundheitsmanagement stärkt Unternehmenskultur und legt Basis für hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen. Purpose zentral für Motivation.

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„Unser Anspruch, Menschen mit Behinderungen bei einem inklusiven, selbstbestimmten, barrierefreien und erfüllten Leben zu begleiten verändert auch die Assistenzarbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Heute geht es darum in der Nachbarschaft, im Sozialraum, in inklusiven Arbeitssettings Inklusion auf den Boden der Gesellschaft zu bringen“, beschreibt der Geschäftsführer der Lebenshilfe Tirol Georg Willeit die neuen Herausforderungen in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen. „Dabei sehen wir strategisches Gesundheitsmanagement als Basis für zufriedene und vitale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. eine bessere Unternehmenskultur“, so Georg Willeit über die Zielsetzungen von Gsund&Achtsam. 

Partizipative Maßnahmenentwicklung – 63 Maßnahmen umgesetzt

Ausgehend von den Wünschen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiteten regionale und bereichsspezifische Gesundheitsteams der Lebenshilfe mögliche Verbesserungsmaßnahmen. Bis dato wurden 63 von 78 umgesetzt, wobei der Fokus auf einem organisatorisch-strategischen Gesundheitsmanagement lag. Konkret wurden u.a. Fortbildungen im Bereich „Gesundes Führen“ und „Teamsitzungen“ für Führungskräfte durchgeführt, Supervisionen und Coachings ausgebaut sowie Dialogräume mit der Geschäftsführung eröffnet. Neue Meetingstrukturen und Funktionsbeschreibungen unterstützen interne Informationsweitergabe und klare Zuständigkeiten.

In den Bereich der klassischen Gesundheitsförderung fallen u.a. Rückenfitbus & Rückenfit-Gesundheitsworkshops an 23 Standorten, eine Optimierung der Nachtdiensträume, „Burn in statt Burn out“ Fortbildungen, Bogenschießen, Yogakurse oder Wellness-Angebote. 

Ergebnisse der Mitarbeiter/innenbefragungen 2015 und 2018

Vergleicht man beide Befragungen, so stieg der hohe Wert an Arbeitszufriedenheit zwischen 2015 und 2018 noch weiter an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schätzen vor allem die deutlichen Verbesserungen bei Fortbildungs-, Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten. Auch die Unternehmenskultur wird wesentlich positiver bewertet.

Auffallend ist, dass der persönliche Gesundheitszustand außerordentlich hoch eingeschätzt wird. 5 % stufen ihn mit dem Höchstwert ein. 78 % bewerten ihn mit sehr gut oder gut. Diese Werte sind verglichen mit dem österreichweiten Benchmark überdurchschnittlich gut.

Aber: Auch wenn ihre Arbeit sinnstiftend und wertvoll erlebt wird, werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die geistige Belastung bzw. die allgemeine emotionale Belastung immer wieder angeführt. „Wir werden deshalb auch in Zukunft mit großem Augenmerk darauf achten, was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen, um vital und gesund zu bleiben“, so Projektleiterin Barbara Schiestl.  

Dank an Kooperationspartner

„Großer Dank geht an unsere Kooperationspartner - allen voran dem Fonds Gesundes Österreich für sein Knowhow und die finanzielle Förderung. Danke auch an die AUVA, den ASKÖ Tirol, die TGKK, das MCI für die begleitende Evaluation und die OÖGKK, die die Mitarbeiterbefragungen durchgeführt hat“, so Georg Willeit. Sein Fazit: „Was wir immer wieder feststellen ist, wie wichtig der purpose für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist.“

 

Foto: Lebenshilfe

Vlnr. Gert Lang (Fonds Gesundes Österreich), Lisa Stern (TGKK), Christian Scharinger (Gesundheitssoziologe), Georg Willeit (GF Lebenshilfe Tirol), Barbara Schiestl (Lebenshilfe Tirol, Projektleitung Gsund&Achtsam) und Felix Gottwald.