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Gemeinsam für ein rauchfreies Tirol

TGKK und Land Tirol setzen erneut auf heimische Projektideen

TGKK-Direktor Dr. Arno Melitopulos, LR Bernhard Tilg sowie der Obmann der TGKK, Werner Salzburger

Innsbruck, 27.05.2019. Pünktlich zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2019 heißt es „Lebe.Besser.Länger.Rauchfrei“ für die Tiroler Bevölkerung. Seit Anfang des Jahres suchen Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) und das Land Tirol im Rahmen des Tiroler Gesundheitspreises nach innovativen Ideen und Projekten, die der Zigarette den Garaus machen. Aufgrund der positiven Resonanz wird die Einreichfrist nun bis zum 30. Juni 2019 verlängert.


Betroffene aus der Abhängigkeit befreien

Auf den Straßen, in Lokalen oder in den eigenen vier Wänden – es qualmt und raucht hierzulande. Fast ein Viertel der Österreicher rauchen täglich, damit belegt Österreich den drittschlechtesten Platz in der EU. In Tirol ist die Situation ähnlich, verdeutlicht der Direktor der TGKK, Dr. Arno Melitopulos:  "Mehr als 1.450 Menschenleben fordert das Rauchen jährlich in unserem Bundesland  – jedes einzelne davon ist zu viel!"
Zudem beeinträchtige regelmäßiges Rauchen die Lebensqualität: "Laut Österreichischer Gesundheitsbefragung sehen Raucher ihren Gesundheitszustand generell pessimistischer – der Verzicht auf Nikotin hat also Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden."

Die TGKK und das Land Tirol setzen mit dem Tiroler Gesundheitspreis und dem diesjährigen Schwerpunkt „Rauchfrei“ auf Sensibilisierung. „Wir wollen das Thema Rauchen wieder ins Bewusstsein der Tirolerinnen und Tiroler bringen und mit ihrer Unterstützung Wege aufzeigen, wie sich Raucher von der Zigarette lossagen können“, betont TGKK-Obmann Werner Salzburger.  

Aktiv die Bevölkerung miteinbeziehen

Der Tiroler Gesundheitspreis wird heuer erstmals von der TGKK und dem Land Tirol verliehen. Innovative Ideen und Projekte aus der Bevölkerung sind gefragt. „Von Tirolern – für Tiroler lautet die Devise. Wir beziehen die Menschen aktiv in das Geschehen mit ein. Das unterscheidet die Auszeichnung von anderen – alle können zu einer gesteigerten Lebensqualität beitragen“, unterstreicht Landesrat Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg. Den Bürgern wird somit eine Plattform für ihre gesundheitlichen Anliegen geboten und verschafft ihnen Gehör. Dass dieses Konzept erfolgreich ist, zeigen die zahlreichen Einreichungen der letzten Wochen.

Passend zum diesjährigen Slogan „Lebe.Besser.Länger.Rauchfrei“ wurden bereits über 60 Ideen und Projekte vorgeschlagen, die der Zigarette den Garaus machen und Rauchern bei der Entwöhnung helfen sollen. „Wir bekommen für den Gesundheitspreis viel Zuspruch und positives Feedback aus der Bevölkerung. Ursprünglich sollte die Einreichfrist am Weltnichtrauchertag enden, doch wir erhalten immer noch laufend qualitativ hochwertige Projekte und Ideen. Wir wollen diesen Ideenfluss nicht verfrüht und vorzeitig unterbinden“, betont TGKK-Obmann Werner Salzburger.

In Zukunft wird der Gesundheitspreis jährlich unter einem anderen Schwerpunkt verliehen. „Das erleichtert zum einen die Auswertung und Beurteilung der Teilnahmen, zum anderen können so spezifischere Projekte und Ideen entwickelt und umgesetzt werden“, erklärt Salzburger weiter. Die besten Einreichungen in den Kategorien Institutionen, Betriebe, Privatpersonen & Vereine werden mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils € 2.500,- prämiert. „Damit erkennt die Auszeichnung das Engagement derjenigen an, die zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft beitragen und wertschätzt diese auch in Form von medialer Aufmerksamkeit“, führt Obmann Salzburger fort. So können Interessierte mit (Wohn-)Sitz in Tirol noch bis zum 30. Juni 2019 beim Gesundheitspreis mitmachen.

 

Zwei gesunde Lebensjahre mehr

Der Gesundheitspreis ist das Resultat der sechs Tiroler Gesundheitsziele, die 2016 ebenfalls unter Einbezug der Bevölkerung entstanden sind. Gemeinsam mit dem Land Tirol starteten die TGKK damals die größte digitale Gesundheitsinitiative Tirols. „Wir haben den Menschen zugehört und nach ihren Ideen gefragt, wie unser Bundesland gesünder werden könnte. 1.001 Vorschläge gingen ein, aus denen letztendlich sechs Gesundheitsziele - eigens tirolisierte Gesundheitsziele - entwickelt wurden“, schildert Landesrat Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg. Damit möchten die Initiatoren die Gesundheitskompetenz des Landes stärken und ihrem übergeordneten Ziel einen Schritt näherkommen: "Wir möchten das Versorgungsangebot unseres Landes absichern und die Gesundheitskompetenz weiter ausbauen. Daher wurde die Vision eines noch gesünderen Tirols für die nächsten 20 Jahre fixiert - zwei gesunde Lebensjahre mehr bis 2030 für die Tirolerinnen und Tiroler."

Alle Informationen zum Tiroler Gesundheitspreis und den Gesundheitszielen: www.tiroler-gesundheitsziele.at .

 

Rauchentwöhnung, die dauerhaft hilft

In Kooperation mit dem Verein sucht.hilfe BIN bietet die Tiroler Gebietskrankenkasse ein ganzheitliches Programm zur Rauchentwöhnung an: Das wissenschaftlich fundierte Rauchfrei-Programm setzt nicht nur im psychischen, sondern auch im gesundheitlichen und medizinischen Bereich an. Dabei wird der Fokus auf die Kerninhalte „Beobachten, Verändern und Stabilisieren" gelegt.

„Viele starke Raucher leiden nicht nur wegen ihres übermäßigen Zigarettenkonsums, im Hintergrund befinden sich oft Depressionen oder andere psychische Erkrankungen. Diese Raucher brauchen zusätzliche Hilfe und Unterstützung, die manchmal weit über ein herkömmliches Raucherentwöhnungsprogramm hinausgehen. Ein stabiler psychischer Zustand wird für viele Betroffene zur Voraussetzung für ein Leben ohne Zigaretten“, erklärt Univ. Prof. Dr. Christian Haring, Ärztlicher Direktor des Landeskrankenhauses Hall und Obmann des Vereines sucht.hilfe BIN.
Die sucht.hilfe BIN bietet in ganz Tirol Beratung, Information und Nachsorge für Nikotin-, Alkohol- und Medikamentenabhängige, Spielsüchtige, Abhängigkeitsgefährdete und deren Angehörige.

 

Informationen zum BIN-Rauchfrei-Programm: 0512/58 00 40 bzw. Website: www.bin-rauchfrei.tirolwww.bin-rauchfrei.tirol