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Krankenhausaufenthalt

Patient im Krankenhausbett

Öffentliche Krankenhäuser

Öffentliche Krankenhäuser werden über den Landesgesundheitsfonds finanziert, in welchen auch die Tiroler Gebietskrankenkasse einzahlt. In der Allgemeinen Gebührenklasse sind damit alle Krankenbehandlungsleistungen,  Kosten der Unterkunft, der Verköstigung und der Pflege gedeckt.

  

Kostenbeteiligung

Patienten müssen jedoch – unabhängig von der Tiroler Gebietskrankenkasse – an den Rechtsträger der Krankenanstalt für maximal 28 Tage im Kalenderjahr einen tgl. Kostenbeitrag in der Höhe von EUR 11,94 (Wert 2017) (Verpflegskostenbeitrag) leisten. Ist der Patient von der Entrichtung der Rezeptgebühr infolge besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit befreit, entfallen diese Kosten.

 

Alle Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, sind von der Entrichtung der entsprechenden Kostenbeiträge / Selbstbehalte ausgenommen. Die Pflicht zur Leistung dieser Kostenbeiträge / Selbstbehalte beginnt mit dem Tag des 18. Geburtstags.

 

Die gleichen Regelungen gelten für Behandlungen in PRIKRAF (Privater Krankenanstaltenfinanzierungsfonds) Einrichtungen. Auch hier leistet die Tiroler Gebietskrankenkasse eine Pauschalzahlung, mit der der Allgemeine Gebührenklasseanteil abgedeckt ist.

 

Achtung: In öffentlichen wie privaten Vertragskrankenanstalten können bei Sonderklasseunterbringung Zuzahlungen (Arzthonorare, Einzelzimmerbelegung) anfallen, für die kein Kostenerstattungsanspruch besteht. Im Rahmen von Behandlungsplanungen ist daher auf diesbezügliche Hinweise der Krankenanstalten zu achten!   

 

Private Vertragskrankenanstalten in Tirol:

  • Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern GmbH
  • Privatklinik Hochrum
  • Kursana Sanatorium Gesundheitszentrum Wörgl  BetriebsgmbH

  

Kostenübernahme bei nicht fondsfinanzierten bzw. ausländischen Krankenanstalten  

Nehmen Versicherte (Angehörige) eine notwendige Anstaltspflege in einer außervertraglichen Krankenanstalt in Anspruch, erbringt die Tiroler Gebietskrankenkasse nach Feststellung der medizinischen Notwendigkeit  einen maximalen Pflegekostenzuschuss in der Höhe eines täglichen Pauschalbetrages.


Dieser beträgt für 2017:

  • für die Anstaltspflege Versicherter oder Angehöriger pro Tag EUR 228,07
  • 90% dieses Betrages für Angehörige ab Vollendung des 18. Lebensjahres
  • jedoch höchstens die tatsächlichen Kosten

 

Dasselbe gilt für Kostenzuschüsse für Anstaltspflege in einer ausländischen Krankenanstalt, sofern die Tiroler Gebietskrankenkasse keine volle Kostenübernahme im Voraus zugesichert hat, weil eine entsprechende Behandlungsmöglichkeit im Inland zur Verfügung steht.

Für Behandlungen bzw. Operationen im Ausland, die im Inland nicht oder nicht rechtzeitig innerhalb eines medizinisch zumutbaren Zeitraumes durchgeführt werden können und für die eine vorherige Bewilligung durch den ärztlichen Dienst der Tiroler Gebietskrankenkasse ausgesprochen wurde, erfolgt die Kostenübernahme im Rahmen eines zwischenstaatlichen Abkommens mit dem jeweiligen EU-/EWR- oder Vertragsstaat.